Dr. Christian Runge

Die meisten Pellwormer standen am Zaun.... 

 

 

Dr. Christian Runge hat den Verein Ökologisch Wirtschaften, insbesondere die Landwirte in den Jahren nach der Gründung der Erzeugergemeinschaft tatkräftig unterstützt. Als amtlicher Veterinär im Kreis Nordfriesland war er nicht nur für Tiergesundheit, sondern auch für Hygienefragen bei der Schlachtung und lokalen Verarbeitung von Lebensmitteln zuständig. Heute ist er im Ruhestand, "retired", wie er sagt.

 

Aus zeitlicher und räumlicher Distanz betrachtet: Hat Pellworm seine Chancen genutzt?

 

Im Rahmen der Möglichkeiten schon. Man muss einfach in Rechnung stellen, dass die Inseln es schwerer haben beim Zugang zu den Märkten. Das Projekt Wulksfelde, mit dem der Verein ja zusammenarbeitete, hatte es in der Nähe von Hamburg erheblich einfacher. Denen fielen die Leute ja buchstäblich in die Tür.

Weiterlesen: Dr. Christian Runge

 

Anne Zetl

Anne Zetl

Gelungene Praxis: Wir brauchen mehr Beispiele wie Pellworm 

Anne Zetl ist zurzeit jüngstes Mitglied im Vorstand von Ökologisch Wirtschaften. Sie hat die Anfänge des Vereins als Kind auf dem Hof ihrer Eltern erlebt. Heute arbeitet sie in Hamburg bei der S.O.F. Save Our Future - Umweltstiftung in der Erwachsenenbildung.

 

Wie fühlt man sich so unter betagten Öko-Pionieren?

Gut, sonst wäre ich nicht dabei. Die Frage, ob der Verein altert hängt ja auch davon ab, wie die Stimmung ist. Ich fühle mich wohl im Vorstand und habe dort eine recht komfortable Rolle.

Weiterlesen: Anne Zetl

   

Mathias Schikotanz

Mathias SchikotanzHarmonie ist nicht alles

Mathias Schikotanz war zunächst Praktikant, dann lange Jahre Geschäftsführer von Ökologisch Wirtschaften!. Er war am ersten Energiekonzept maßgeblich beteiligt, hat Pellworm bei der EXPO 2000 und bei „Regionen Aktiv“ vertreten und ist heute selbständiger Berater für energieeffizientes Bauen.  

 

Eine Praktikantenstelle auf der Insel scheint ein guter Karrierestart zu sein, Steffen Reese und Du, ihr habt beide auf Pellwormer Biohöfen angefangen, dann Geschäftsführer des Vereins, und so weiter…

Das Berufsleben war für mich nicht neu als ich nach Pellworm kam. Vor meinem Ingenieurs-Studium am Fachbereich Architektur, Stadt- und Landschaftsplanung der Gesamthochschule in Kassel hatte ich ja schon viele Jahre selbständig gearbeitet. Als Geschäftsführer des Vereins konnte ich viele verschiedene Ebenen zusammenbringen;

Weiterlesen: Mathias Schikotanz

   

Ingrid Iben-Schikotanz

Ökologisch Wirtschaften scheint sich zu lohnen

Ingrid Iben-Schikotanz, Mitgründerin von Ökologisch Wirtschaften, ist heute Vorstandsmitglied, war für die Wählergemeinschaft in der Gemeindevertretung von 1992 bis 1994  und arbeitet als Bankangestellte bei der Volksbank-Raiffeisenbank eG Husum Gst. Pellworm.


Kann man mit ökologischem Wirtschaften Geld machen?

Als der Verein gegründet wurde, waren sich fast alle hier sicher, dass einer der auf ökologischen Landbau umstellt, höchstwahrscheinlich Haus und Hof riskiert. Das sehen die meisten Inselbewohner heute anders.

Weiterlesen: Ingrid Iben-Schikotanz

   

Claus Zetl

Claus ZetlWir haben Politik auf den Markt gebracht

Claus Zetl ist Gründungsmitglied des Öko-Vereins und war von1990 bis 2006 erster Vorsitzender. Er gehört zu den Pionieren des biologischen Anbaus auf Pellworm und vermarktet heute biologische Produkte auf Wochenmärkten am  Festland und auf Pellworm.

Als Du zum Vorsitzenden des Ökovereins gewählt wurdest, warst Du gleichzeitig Vorsitzender der Pellwormer CDU. War das Mut zum Risiko?
Kann man so sagen. Auf unsere Ideen reagierte die etablierte Politik ja ziemlich  allergisch, so nach dem Motto: „die Ökos bestreiten alles, nur nicht ihren eigenen Unterhalt“. Ich wäre das Risiko wohl auch nicht eingegangen, wenn nicht so eine große Gruppe von Pellwormern hinter uns gestanden hätte.

Weiterlesen: Claus Zetl

   

Walter Fohrbeck

Immer auf der falschen Seite des Wassers

 

Walter Fohrbeck kam vor zwanzig Jahren nach Pellworm. Er arbeitete zunächst als Museumsleiter bei der Gemeinde Pellworm und ist heute als Beauftragter bei der Gemeinde für vielfältige historische und kulturelle Projekte tätig. Bei der Darstellung Pellworms auf der Weltausstellung EXPO 2000, der Erstellung des Energiekonzepts und vielen anderen Projekten auch des Vereins hat Walter entscheidend mitgewirkt.

 

Wofür braucht Pellworm einen Historiker?
Ursprünglich sollte ich in der Kurverwaltung ein Museum aufbauen, die Fördergelder für die Gebäudesanierung waren an eine Mehrfachnutzung geknüpft. Keiner ging davon aus, dass ich mich fest auf der Insel etablieren würde!

Weiterlesen: Walter Fohrbeck

   

Steffen Reese

Die Zukunft liegt im anders sein

Steffen Reese war 1995/96 Geschäftsführer der Erzeugergemeinschaft für ökologische Produkte Pellworm GbR. Er ist heute Geschäftsführer des weltweit agierenden Öko-Verbandes und –Zertifizierers NATURLAND.

Was verschlägt einen Binnenländer nach Pellworm?

Ich glaube es war eine Mischung aus Abenteuerlust und Naivität. Im Laufe des Studiums der Agrarwissenschaften kamen mir Zweifel am konventionellen System und dessen Nachhaltigkeit.
 

Weiterlesen: Steffen Reese

   

Gerhard Ulrich

Sein lassen können und beharrlich verändern

Gerhard Ulrich und seine Frau Cornelia sind Vereinsmitglieder der ersten Stunde und seit 1982 regelmäßige Sommergäste auf Pellworm. Gerhard ist seit 2008 Bischof der Nordelbischen Evangelisch-Lutherischen Kirche.



Was zieht euch nach Pellworm?
Ganz am Anfang waren es praktische Gründe: Reizminimierung, Platz fuer die Kinder, nicht so weit fahren müssen. Wir wohnten im Meeresfrieden bei Uwe Both. Dann haben wir Doris und Jeje entdeckt. Da kamen wir nicht mehr los.

Weiterlesen: Gerhard Ulrich

   

Hans Momme Petersen

Bio hat uns bewegt


Hans Momme Petersen ist Bio-Bauer und gehört zu den Gründern des Vereins "Ökologisch Wirtschaften!"

 

Du warst 1991 einer der ersten Bauern, die auf biologisch umgestellt haben. Warum?

 

Nach längeren Überlegungen, der Chemie ein Ende zu setzen, gaben schließlich zwei nicht überstandene Krebsleiden in meiner Familie den letzten Anstoß, umzustellen. Nachdem unser Nachbar einen Spritzunfall hatte, trafen er und andere Kollegen die gleiche Entscheidung.

Weiterlesen: Hans Momme Petersen