Jahreshauptversammlung 2019

 Jahreshauptversammlung 2019

 

Am 21.9.2019 fand im ehemaligen Restaurant Nordseeblick diea des Vereins statt.Gut 25 Mitglieder und Gäste waren der Einladung gefolgt. Nach dem Rechenschaftsbericht des Vorsitzenden Hannes Lorenzen folgte eine Diskussion über defrzeit anstehende Projekte. Hauke Zetl berichete, dass derzeit die Ausschreibung zu einem Masterplan erfolgt, der vorallem eine Wirtschaftlichkeitsberechnung für den geplanten Schlachthof liefern soll. Auf die Frage, wie der Verein dieses Projekt unterstützen und begleiten könnte wurde vorgeschlagen, dass sich eine Arbeitsgruppe im Verein bildet und Mathias Schikotanz gemeinsam mit Jan Ohrt den Öko-Verein in der offiziellen Schlachthausprojektgruppe vertreten soll. Beide werden der vereinsinternen Arbeitsgruppe berichten und von dort soll weiterer positiver Input in das Projekt gegeben werden. Für das bereits angelaufene Projekt einer landwirtschaftlichen Stoffstrombilanz, welches vom Thünen Institut bearbeitet wird, besteht bereits eine vereinsübergreifende Arbetisgruppe in der Tore Zetl den Verein vertritt. Bezogen auf die Frage, welche Rolle der Verein in der Zukunft auf Pellworm spielen soll wurde auf die bsiherigen Projekte und Veranstaltungen verwiesen, die weiterhin als offenes Forum für alle Interessierten dienen soll. In diesem Zusammenhang wurde ebenfalls angeregt, die Öko-Woche in Zukunft einmal jährlich zu veranstalten. Der Vorstand wird sich mit diesem Thema eingehend beschäftigen, ob ein soclhes Vorhaben leistbar ist und entsprechend berichten. Für die zeitnahe Information der Mitglieder wurde vorgeschlagen, in Zukunft vierteljährlich einen Mitgleiderrundbrief zu verschicken. Bei den Wahlen ergaben sich keine Verändeurngen. Hauke Zetl wurde als stellvertretender Vorsitzender ebenso wie Doris Ohrt als Kassenwartin wurden in ihren Ämtern bestätigt. Silke Zetl-Marcussen möchte sich aus dem Vorstand zurück ziehen und schlug Silke Backsen als Nachfolgerin vor. Silke Backsen wurde ebenso wie die Inrgid Iben-Schikotanz, Tore Zetl, Birger Zetl und Thore Jensen in ihren Ämtern als Beisitzer bestätigt.

 

Sobald der Relaunch der Webseite des Vereins abgeschlosen ist, wird das ausführliche Protokoll zum Download bereit gestellt.

 

Vortrag Dr. h.c. Gerhard Ulrich

 

You can’t always get what You want

Ein Vortrag von Landesbischof i.R. Dr. h.c. Gerhard Ulrich auf Pellworm

 

Auf Einladung des Vereins Ökologisch Wirtschaften war Landesbischof im Ruhestand Dr. h.c. Gerhard Ulrich zu einem Vortrag nach Pellworm gekommen. Gut 50 Pellwormerinnen und Pellwormer waren der Einladung in den Danzsool gefolgt. Gerhard Ulrich verbringt seit gut 40 Jahren seinen Jahresurlaub auf Pellworm, fühlt sich der Insel und ihren Menschen sehr verbunden und verfolgt die Entwicklungen auf der Insel sehr aufmerksam. So war nach den letzten Bürgerversammlungen und den Diskussionen um die Klimaklage der Wunsch aufgetaucht, das Thema Kommunikation auch in Zusammenhang mit Klimawandel in einen größeren Zusammenhang zu stellen.

 

Als alter Stones-Fan hatte sich Gerhard Ulrich als Motto für seinen Vortrag seinen Lieblingstitel „You can’t always get what You want“ ausgesucht. Angesichts der drohendenden Klimakatastrophe und mit Blick auf unser auf ständiges auf Wachstum und Mehrhabenwollen angelegtes Streben zeigte er auf, wie das „Das Prinzip nämlich des „Haben-Wollen“, des „Ich will“ seine zerstörerische Bahn durch die Geschichte der Menschheit“ zieht.  Trotz endlicher Ressourcen, drohender Klimakatastrophe und den damit verbundenen sozialen Umwälzungen zeigte Gerhard Ulrich auf, wie unterschiedlich die Bewertung dieser auch wissenschaftlich begründeten Fakten ist, das Spektrum  reicht vom Einsatz der Fridays for Future Bewegung bis hin zu Abwehr und Leugnen von Fakten. Als Ursache für diese Abwehr sah Gerhard Ulrich eine Angst, die sich auf Nichtverstehen und einem Verlorensein in einer sich immer schneller wandelnden Welt gründet. Diese Angst sei auch der Nährboden, auf dem Populismus und Abwehr und Hass auf Andersdenkende, Migranten und vieles andere entstehen. Dennoch besteht bei vielen Menschen der Wunsch, Gegenwart und Zukunft mitzugestalten. Und hier ging es dann über zum zweiten Teil des Refrains des besagten Songs der Stones. „But if you try sometimes well you might find You get what you need! Du bist der Realität nicht hilflos ausgesetzt, auch nicht den Mächten dieser Welt: wenn du versuchst, deinen Sehnsüchten nachzugehen und sie zu verstehen, wenn du es wirklich versuchst – dann kann es sein, dass du irgendwann finden wirst, was du wirklich brauchst“. Wichtig sei letztlich nicht das, was wir uns wünschen oder wollen, sondern das was wir wirklich brauchen,  das Prinzip des Notwendigen.

 

Mit Blick auf die Auseinandersetzungen auf Pellworm in Sachen Klimaklage verwies er auf den Dreischritt der Kommunikation „Wahrnehmen – Verstehen – Gestalten“ hin. Nicht die Lösungen stünden zu Beginn einer Auseinandersetzung, sondern das Zuhören, die Neugier, das Verstehen und Einfühlen in das Gegenüber. Gleichzeitig erinnerte er daran, dass gerade die Bewohner der Insel Pellworm in schwierigen Situationen sich immer wieder der Kraft des gemeinschaftlichen Handelns bewusst gewesen seien und gemeinsam oft auch lebensbedrohliche Situationen gemeistert hätten. Lang eingeübte politische Reflexe und Schubladendenken würden angesichts der sich heute stellenden Probleme nicht mehr funktionieren. Mit Blick auf sich anbahnende Katastrophen bräuchten wir das Bewusstsein, dass jeder von uns anders ist als der andere, dass wir aber gleichzeitig ohne die anderen Nichts sind. Auseinandersetzungen müssten von Empathie getragen sein, dem Andersdenkenden zuzuhören, die Argumente abzuwägen, ohne mit dem Finger auf das Gegenüber zu zeigen um letztlich vom Feindbild zur Entdeckung des Besonderen in jeder/jedem Einzelnen zu kommen.

So schloss er seinen Vortrag mit dem Hinweis, dass Pellworm eine Pionier-Insel sein kann für andere Lebenswelten: auf die Ernsthaftigkeit aufmerksam zu machen, mit der die Klimaziele verfolgt werden müssen. Menschen mitnehmen, einfühlen, hinhören und zu verstehen. Und dann die Lebenswelt gemeinsam gestalten.

 

Im Anschluss an den Vortrag nahmen die Zuhörer und Zuhörerinnen bunt zusammengewürfelt an Tischen Platz und tauschten sich darüber aus, wie aus ihrer Sicht Kommunikation und der Umgang miteinander auf Pellworm wünschenswert wäre. Hier gab es viele interessante und bedenkenswerte Ideen, die hoffentlich ihren Weg über die Insel finden werden.

 

Wer nicht die Gelegenheit hatte, den Vortrag von Dr. h.c. Gerhard Ulrich zu erleben, kann den Text hier in Kürze herunterladen.

 

   

Jahreshauptversammlung 2019

 Die diesjährige Jahreshauptversammlung findetn am 21.9.2019 um 20.00 Uhr im ehemaligen Restaurant Nordseeblick statt: Die Tagesordnung kann hier heruntergeladen werden.

   

Energiewoche 2019

 

   

Regionale Schlachtung auf Pellworm

Lokale Fleischverarbeitung - Marke Pellworm

Eigeninitiative und Zusammenarbeit als Erfolgsrezept

vorgestellt vom Ökoverein am 26. Januar

 

Hier der Bericht zur Veranstaltung. Aktuelle Informationen wie immer auch auf facebook!

   

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